• Rainer Fraunschiel

Sachwert schlägt Geldwert

Geldwerte oder Sachwerte – das ist eine der grundlegendsten Entscheidungen, vor denen jeder Anleger steht. Wichtig hierbei zu erwähnen ist die Inflation, diese hat entscheidenden Einfluss auf die Wertentwicklung der Geld- bzw. Sachwerte.



Wie mein Geldvermögen entwertet wird Unter Geldwerte werden - neben dem Geld selbst - Produkte wie das Girokonto, Sparbuch, Bausparer, klassische Lebensversicherungen und Anleihen verstanden. Bei diesen Produkten besteht ein Schuldverhältnis zwischen dem Gläubiger (der Kunde, du oder ich) und dem Schuldner (Bank). Der Schuldner verspricht dem Gläubiger die einbezahlte Summe inkl. Zinsen nach einer gewissen Zeit zurückzahlen. Sollte nun der Schuldner zahlungsunfähig werden, können die Schulden (z.B. Anleihe oder Sparbuch) nicht mehr bedient werden. Weiteres werden die Geldwerte durch die Inflation immer weniger wert oder wie auch schon der französische Philosoph zu sagen pflegte „Am Ende kehrt Papiergeld immer zu seinem inneren Wert zurück! Null!“.


Wie durch die Inflation ein Sparbuch jedes Jahr weniger wert wird möchte ich dir im folgendem Beispiel zeigen:

Spareinlage: € 10.000,- Zinsen 0,5 %: € 50,- Inflation 1,5 %: - € 150,- ------------------------------------------------ Kaufkraft nach 1 Jahr: € 9.900,- Jährlicher Wertverlust: € 100,-


Anhand dieser einfachen Rechnung kann man leicht erkennen, dass das Sparbuch jährlich an Wert verliert. Dies ist zwar nicht direkt am Auszug sichtbar wirkt sich aber sehr wohl beim täglichen Einkauf aus.


Deshalb sind Sachwerte die bessere Lösung

Wie wir nun gelernt haben, werden wir als Sparer still und heimlich enteignet – das musste ich leider selbst vor einigen Jahren lernen. Das Positive an der Inflation ist jedoch, dass durch diese Sachwerte, die einen inneren Wert besitzen, jedes Jahr an Wert gewinnen. Dazu zählen Immobilien, Grund und Boden, Edelmetalle, Rohstoffe und auch Aktien. Durch eine Unternehmensbeteiligung bin ich direkter Anteilshaber an einem Unternehmen, welche einen realen Wert besitzt.

Geldwerte sind in der Liquidationsplanung jedoch unerlässlich, d.h. man sollte 3-6 Monatsgehälter auf einem Sparbuch oder einem Sparkonto für Notfälle (Waschmaschine, Auto Reparatur etc.) parken. Langfristig (> 5 Jahre) sollten unbedingt Sachwerte bevorzugt werden.

Leider sieht das Sparverhalten in Österreich anders aus, wie du anhand der folgenden Grafik sehen kannst:

Der Großteil der Österreicher setzt weiterhin auf Geldwerte. Obwohl das Sparvolumen jährlich steigt, sind die meisten von uns der negativen Realverzinsung ausgesetzt. Deshalb ist es umso wichtiger langfristig Schritt für Schritt das Geldvermögen in Sachwerte umzuschichten.


Zum Abschluss noch ein Zitat von John Davison Rockefeller (erster Milliardär der Weltgeschichte): „Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.

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