• Rainer Fraunschiel

Gold als Absicherung für dein Portfolio

In einem langfristig aufgestellten Portfolio sollte auf keinen Fall Gold fehlen. Jedoch darfst du Investment in Gold nicht als Rendite-Turbo verstehen, sondern vielmehr als Absicherung in Krisenzeiten. Gold hat es schon immer gegeben und wird es voraussichtlich auch in 100 Jahren noch geben – bei Papierwährungen sind wir uns da nicht ganz sicher.

Wie auch schon Voltaire zu sagen pflegte:



Geschichte

Gold wurde schon vor mehr als 5.000 Jahren gesammelt. Die ersten Funde von Goldartefakten gehen auf das 4. Jahrtausend v. Chr. zurück. Danach diente Gold lange Zeit als Zahlungsmittel. Im 19. Jahrhundert wurde in den Industriestaaten von den Notenbanken der sogenannte Goldstandard eingeführt. Somit durften die Notenbanken nur mehr Banknoten ausgeben, wenn diese zu 100 % mit Gold gedeckt wurden. Dieses System wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts wieder abgeschafft, da die Staaten oft mit Deflation konfrontiert waren und durch den Goldstandard zu wenig Spielraum für inflationäre Maßnahmen hatten. Im Moment halten die Notenbanken trotzdem beachtliche Mengen an Gold und kaufen im Jahr ca. 30% der jährlich weltweit geförderten Goldmengen ein.


Ein unproduktiver Vermögenswert

Gold selbst generiert keine Ausschüttungen wie Zinsen oder Dividenden. Ebenso ist die Nachfrage seitens der Wirtschaft noch relativ gering, wobei sich das in den nächsten Jahren stark ändern könnte. Aus diesem Grund halten manche Investoren – wie auch Warren Buffet – kein Gold in ihrem Portfolio.


Absicherung in Krisenzeiten

Sehrwohl hat uns die Geschichte gelehrt, dass Gold eine niedrige Korrelation zu Aktien hat. Das bedeutet, dass in schwierigen Marktphasen (fallende Aktienkurse) Gold in der Regel steigt oder seinen Wert zumindest stabil hält. Deshalb hilft es dir, die Schwankungsbreite zu reduzieren.

Ein weiterer Vorteil ist die Absicherung gegen die Inflation. Weltweit gibt es nur eine begrenzte Menge an Gold. Wird die Geldmenge seitens der Notenbanken beliebig erhöht, führt dies zwangsläufig zu einer höheren Inflation und zu steigenden Goldpreisen.



Wie viel Gold brauche ich?

An diesem Punkt scheiden sich die Geister. Einige Investoren gehen von einem Anteil von mindestens 25% aus, andere wiederum von nur 5%. Der Großteil rät, ca. 5-10% deines Portfolios in Gold zu investieren. Wir teilen diese Meinung, denn den Großteil deines Portfolios solltest du in wertgenerierende Anlageklassen investieren.


Physisches Gold

Gold kannst du über verschiedene Wege kaufen. Der einfachste ist sicherlich, Gold direkt über einen seriösen Münzhändler oder direkt bei Münze Österreich zu kaufen. Du kannst Münzen oder Barren in verschiedenen Größen kaufen. Wichtig: kleine Mengen sind im Einkauf teurer als größere Münzen/Barren. Außerdem bieten bereits Depotbanken Sparpläne an, um in physisches Gold zu investieren. Dabei übernimmt die Depotbank den Einkauf sowie die Verwahrung. Unsere eindeutige Empfehlung: Gold immer in physischer Form kaufen.


ETFs oder ETCs

Um an Kurssteigerungen von Gold zu profitieren, ist auch der Kauf von einem Gold-ETF oder ECT möglich. Diese werden im Normalfall auch mit physischem Gold besichert und kann über eine Depotbank gezeichnet werden. Jedoch hast du auf das Gold keinen direkten Zugriff.


Goldminenaktien

Die letzte Möglichkeit ist wahrscheinlich auch die riskanteste. Hierbei investierst du direkt in Unternehmen, welche Goldminen betreiben. Dadurch kannst du bei steigenden Goldkursen überproportional profitieren, trägst aber natürlich auch das unternehmerische Risiko und die Gefahr eines Totalverlustes.

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