• Rainer Fraunschiel

Der Fondssparplan

Wie Sparen geht, ist bekannt. Fondssparen funktioniert im Prinzip ähnlich, nur dass dabei die kleinen Sparbeiträge in einen Fonds fließen und die Anleger von Wertsteigerungen profitieren können.



Wie funktioniert Fondssparen?

Ein Fondssparplan wird bei einer Fondsgesellschaft oder einer Bank eröffnet und dann wird auch schon gespart, zum Beispiel für monatlich 100 Euro. Dieser Betrag wird monatlich in den gewählten Fonds investiert. Gekauft wird immer, egal wie stark die Kurse an den Märkten schwanken. Dieses disziplinierte Vorgehen hat für den Anleger den Vorteil, sich nicht mit den Schwankungen an der Börse beschäftigen zu müssen.

Fondssparpläne sind zeitlich nicht begrenzt. Es gibt also keinen End- oder Auszahlungszeitpunkt wie beispielsweise bei Lebensversicherungen. Sparpläne können jederzeit erhöht, reduziert oder beendet werden.


Verfügbarkeit

Grundsätzlich empfehlen sich Fondssparpläne für langfristiges, regelmäßiges Sparen. Sollte aber einmal ein finanzieller Engpass auftreten, können die mittels eines Sparplans gekauften Fondsanteile auch jederzeit wieder verkauft werden. Du bist somit flexibel.


Für wen eignet sich ein Sparplan?

Ein Sparplan kann vor allem in diesen Fällen etwas für Dich sein:

  • Du möchtest Vermögen aufbauen, hast monatlich aber nur kleinere Beträge übrig.

  • Du willst Zeit sparen und nicht jedes Mal einzeln Wertpapiere kaufen, sondern mit dem Sparplan quasi „auf Autopilot“ gehen.

  • Du hast Dir einen bestimmten Anteil Deines Einkommens fürs Sparen gedanklich reserviert und möchtest diese Strategie regelmäßig durchhalten.

  • Du könntest zwar eine größere Summe anlegen, möchtest Dich aber erst mal mit einem Sparplan an Investmentfonds herantasten.

Sparpläne sind ab 50 Euro im Monat möglich. Der Sparplan eignet sich außerdem, wenn Du bei Deiner Geldanlage und Altersvorsorge auf die Rendite achtest, aber gleichzeitig flexibel bleiben willst. Falls Du Deine Raten einmal nicht bedienen kannst oder plötzlich mehr Geld zur Verfügung hast, kannst Du die Zahlungen aussetzen oder erhöhen. In einer Notlage kannst Du die Wertpapiere im Sparplan außerdem jederzeit verkaufen.


Zinseszins und Cost-Average-Effect

Der Zinseszins ist langfristig Dein wichtigster Verbündeter beim Sparen. Was es damit auf sich hat erfährst Du in unserem Blog-Post „Zinseszins: Ein wichtiger Verbündeter beim Sparen

Sind die Kurse gerade auf einem Hoch oder schon niedrig genug? Droht womöglich bald die nächste Krise? Was ist mit der Konjunktur, was machen die Notenbanken? Ist jetzt der richtige Zeitpunkt zu investieren? Fondssparer brauchen sich über derartige Fragen nicht den Kopf zerbrechen. Du kaufst kontinuierlich zu einem vorher festgelegten Betrag. Rein rechnerisch werden dadurch bei tiefen Kursen mehr Anteile erworben als bei hohen Notierungen. Das kann später ein Plus bei der Durchschnittsrendite bringen, was als Cost-Average-Effect bezeichnet wird.


Sind Verluste bei Fondssparplänen möglich?

Beim Fondssparen wird das Geld in Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Immobilien angelegt. Da die entsprechenden Märkte schwanken und nicht immer nach oben gehen, sind bei Fondssparplänen Verluste möglich. Allerdings: Je länger der Anlagehorizont, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende für den Anleger ein Verlust herauskommt.


Hier siehst Du die historische Wahrscheinlichkeit mit einem Sparplan auf dem deutschen Aktienindex DAX einen nominalen Gewinn zu erwirtschaften in einer Grafik:



Fazit

Fondssparen eignet sich für alle mittel- bis langfristigen Sparziele. Ein Paradebeispiel ist die Altersvorsorge, bei der es besonders wichtig ist, regelmäßig zu sparen, ohne sich ständig um die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten kümmern zu müssen. Fondssparpläne sind aber auch für viele andere Bereiche sinnvoll, beispielsweise um für die Ausbildung der Kinder einen Polster anzusparen oder eine Immobilie zu erwerben.


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