• Rainer Fraunschiel

Das Special zum Weltfondstag - wie funktionieren eigentlich Investmentfonds?

Am 19. April 1744 kam Abraham van Ketwich auf die Welt. Besagter Mann, ein Amsterdamer Kaufmann, brachte 1774 erstmals zahlreiche Anleger zusammen, die Anteile an einer Art Fonds namens „Eendragt Maakt Magt“ (Einigkeit macht stark) erwarben. Dieser Fonds investierte in Anleihen verschiedener Regierungen, in Banken sowie in Kredite in Westindien. Van Ketwich erkannte, dass eine breite Risikostreuung ein Erfolgskriterium bei Veranlagungen darstellt und gilt als Vater des Investmentfondsgedankens. Der erste Investmentfonds war geboren. Seitdem findet jedes Jahr am 19. April der Weltfondstag statt.



Funktionsweise eines Investmentfonds

Vereinfacht kannst Du Dir die Funktionsweise folgendermaßen vorstellen:

  • Viele Anleger zahlen Geld in einen „Topf“ ein

  • Dieses Geld wird von der KAG (=Kapitalanlagegesellschaft) in verschiedene Anlageklassen (Immobilien, Aktien, Anleihen, Rohstoffe) investiert

  • Die Anleger sind Eigentümer des Investmentfonds und deren Vermögenswerte

  • Der Investmentfonds ist Sondervermögen und wird von der Depotbank verwahrt


Vorteile

  • Ausgezeichnete Risikostreuung: Du investierst Dein Vermögen nicht nur in einzelne Unternehmen, sondern beteiligst Dich an einem weltweiten Portfolio, bestehend aus verschiedensten Anlageklassen. Wenn manche Posten Deines Investmentfonds an Wert verlieren, wird dies häufig durch Gewinnsteigerungen anderer Posten kompensiert.

  • Große Sicherheit: Kein Konkursrisiko, da Investmentfonds Sondervermögen sind (was für Sparbücher, Bausparer etc. nicht gilt). Außerdem muss die KAG im Rahmen eines regelmäßigen Rechenschaftsberichts ihre Anlageaktivität nachweisen. Zusätzlich ist in den Investmentgesetzen genau festgelegt, was ein Fonds darf und was nicht. Die Einhaltung wird durch die Aufsichtsbehörde überwacht.

  • Hohe Liquidität: Du hast keine jahrelange Bindung und kannst Deinen Fonds jederzeit zum tagesaktuell Kurs verkaufen. Außerdem besitzen Investmentfonds keine Laufzeit und Du kannst ihn sogar verschenken oder vererben, solltest Du das Geld nicht benötigen.

  • Professionelles Management: Investmentfonds werden von einem professionellen Management verwaltet. In seinen Anlageentscheidungen wird das Management von einem hoch qualifizierten Team aus Analysten und Finanzexperten unterstützt. Investmentfonds eignen sich daher besonders dann für Dich, wenn Du den Aktien- und Kapitalmarkt nicht oder nur in geringem Umfang verfolgen möchtest.


Sondervermögen

Investmentfonds sind Sondervermögen und müssen daher „gesondert“ geführt werden. Wenn die Kapitalanlagegesellschaft, die den Fonds verwaltet, in Konkurs geht, ist dieses Sondervermögen daher nicht betroffen. Die Verwaltung des Fonds geht nach dem Investmentfondsgesetz auf die Depotbank über. Der Konkurs der Kapitalanlagegesellschaft selbst oder einer diesen Fonds vermittelnden Bank hat daher keine Auswirkung auf Dein Vermögen.


Basis jeder Vermögensplanung

In Österreich sind bereits über 10.000 Investmentfonds zugelassen und mittlerweile werden € 200 Mrd. verwaltet. Mit einem monatlichen Sparplan oder einer Einmalanlage kannst Du in ein breit gestreutes Portfolio aufgeteilt auf verschiedene Branchen und Länder investieren. Dadurch bist Du in der Lage, Dir langfristig ein Vermögen aufzubauen. Wir helfen Dir aufgrund Deiner Wünsche und Bedürfnisse beim Zusammenstellen Deines Portfolios und beim Erreichen Deiner Ziele!


Bild: © Adobe | ABC Vector

16 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen