• Rainer Fraunschiel

Bitcoin und Kryptowährungen – was Du darüber wissen musst


Kryptowährungen dienen als digitale Zahlungsmittel mit einem meist dezentralen Aufbau. Sie beruhen auf Netzwerken, in denen alle Informationen untereinander getauscht werden. Transaktionen werden gespeichert und öffentlich verarbeitet. Die Digitalwährungen ermöglichen eine bargeldlose Bezahlung.

Die wohl bekannteste Kryptowährung ist der Bitcoin. Dieser wurde 2007 von einer Person mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto erfunden und 2009 das erste Mal öffentlich gehandelt. Mittlerweile gibt es bereits über 5.000 alternative Kryptowährungen, sogenannte „Altcoins“, wobei Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von ca. $ 163 Mrd. (Stand 18.05.2020) einen Anteil von 65 % einnimmt und somit die wichtigste aller Kryptowährungen ist.



Die Blockchain

Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam verwalteten dezentralen Datenbank, der Blockchain, in der alle Transaktionen verzeichnet sind. Diese Transaktionen können weder rückgängig gemacht noch verändert werden. Die einzige Bedingung für die Teilnahme an dem Netzwerk ist ein Bitcoin-Client oder die Nutzung eines diese Funktionalität bereitstellenden Onlinedienstleisters. Dadurch kann jeder – eine Internetverbindung vorausgesetzt – teilnehmen. Somit wird keine zentrale Datenbank benötigt und Transaktionen werden durch die Teilnehmer dezentral bestätigt.

Neue Bitcoin-Einheiten werden durch die Lösung kryptographischer Aufgaben, das sogenannte Mining (Schürfen), geschaffen. Die maximale Anzahl an Bitcoins ist durch das Netzwerkprotokoll auf 21 Mio. limitiert. Im Moment wurden bereits 18,3 Mio. Stück geschürft. Bitcoins werden in Wallets (dt.: digitale Brieftasche) gespeichert.


Kursentwicklung

Der erste Wechselkurs lag bei $ 0,08, somit konnte man für $ 100,00 eine Anzahl von 1250 Bitcoins kaufen. Dies entspricht laut aktuellem Wechselkurs heute einen Wert von über $ 12 Mio. Bitcoin unterliegt seit Beginn einer starken Schwankung. Im Zuge des Krypto-Booms Ende 2017 erreichte er seinen letzten Höchststand von fast $ 20.000,- Danach ging es wieder um 85 % bergab ehe er sich in den letzten Monaten zwischen $ 5.000,- und $ 10.000,- einpendelte.

Bitcoin erreichte immer wieder durch exorbitante Kursanstiege die Aufmerksamkeit etlicher Kleinanleger. Diese können über unregulierte Börsen gekauft und danach in persönlichen Wallets aufbewahrt werden. Etliche Börsen wurden bereits Ziele von Hackerangriffen, wodurch in der Zwischenzeit Diebstähle im Wert von vielen Millionen Dollar getätigt wurden.


Verwendung für illegale Zwecke

Außerdem dienen Kryptowährungen aufgrund der Anonymität immer wieder kriminellen Machenschaften. Bitcoin wird im Darknet oft als Zahlungsmittel verwendet. Zusätzlich werden immer wieder sogenannte Programme mit einem Schneeballsystem aufgelegt, die auf Bitcoin beruhen. Hier werden dem Einsteiger hohe Renditen versprochen, übrig bleibt meistens nur der Totalverlust.


Kryptowährungen als Anlageklasse

Die Blockchain hat bereits Einzug in der Wirtschaft gehalten und wird in Zukunft viele Prozesse revolutionieren.

Bitcoin wiederum wird von Befürworten oft als digitales Gold gesehen. Da es nur eine begrenzte Anzahl von Coins gibt, soll es als Absicherung gegen die Inflation sowie bei Krisen dienen. Diesen Zweck konnten Bitcoins nicht beweisen, da es hohen Kursschwankungen unterliegt. Somit sind hohe Kursgewinne sowie -verluste möglich. Kryptowährungen haben sich im Alltag noch nicht durchgesetzt und niemand kann vorhersagen, ob sie das wirklich tun werden. Aus unserer Sicht ist die Historie von Kryptowährungen noch zu kurz und Investitionen als hochriskant einzustufen.


Auf jeden Fall wird uns das Thema Blockchain und Kryptowährungen noch länger beschäftigen und wir werden Euch auf dem Laufenden halten!


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