• Rainer Fraunschiel

Betongold als sicherer Hafen in Krisenzeiten




Neben dem klassischen Edelmetall Gold gilt auch eine weitere Anlageklasse als Absicherung in Krisenzeiten: Investitionen in Immobilien. Doch wie sicher sind Immobilien wirklich und was sind die Vorteile gegenüber anderen Anlageklassen wie Gold oder Aktien?


Immobilien haben insbesondere in Österreich einen sehr guten Ruf als Wertanlage. Der Traum von der Eigentumswohnung oder dem Einfamilienhaus steht bei den meisten ganz oben auf der Wunschliste. Eigentum statt Miete lautet hierzulande die Devise.


Vorteile

Eine Anlageimmobilie ist nun nichts anderes als eine Immobilie, die Du aber nicht selbst nutzt, sondern vermietest bzw. vermieten lässt. Daraus ergeben sich folgende Vorteile:

  • Immobilien gelten in der Regel als wertstabil und steigen im Preis – vorausgesetzt sie befinden sich in einer guten Lage

  • Durch Sachwertanlage sind Immobilien inflationsgeschützt

  • Durch die Mieteinnahmen wird ein passives Einkommen generiert

  • Mieten werden jährlich an die Inflation angepasst (Wertsicherungsklausel)

  • Möglichkeit eines Mietenpools

  • Kann einfach an Familienmitglieder vererbt werden

  • Immobilie kann in weiterer Folge als Besicherung eines Hypothekarkredits verwendet werden – daher ist der Kauf mit geringem Eigenmitteleinsatz möglich

  • Die Mieteinnahmen können für die Rückführung eins Darlehens verwendet werden


Nachteile

Natürlich gibt es auch einige Nachteile, die wir Dir nicht vorenthalten wollen:

  • Immobilie kann auch an Wert verlieren (z.B. Abwanderung statt Zuzug)

  • Verkauf einer Immobilie kann unter Umständen einige Monate dauern

  • Leerstand: Wenn die Wohnung leer steht und kein Mieter vorhanden ist gibt es keine Mieteinnahmen und die Fixkosten müssen aus eigener Tasche bezahlt werden

  • Vermietung: Du musst Dich um die Vermietung sowie Zahlung der Miete kümmern  Vorteil: Diese Arbeit kann abgegeben werden

  • Instandhaltung und Pflege: kannst Du selbst machen oder wie die Vermietung abgegeben werden


Anlagemöglichkeiten

Du hast verschiedene Optionen, um in Immobilien zu investieren. Nachfolgend findest Du die wichtigsten Arten im Überblick:


1. Anlegerwohnung

Das ist wohl die klassischste Anlageform. Du stehst als Eigentümer der Wohnung im Grundbuch und kannst die Wohnung über ein Darlehen oder Eigenkapital finanzieren. Die Mieteinnahmen gehören Dir und du kannst Dich (musst Du aber nicht) selbst um die Vermietung kümmern.


2. Bauherrenmodell

Ähnlich wie die Anlegerwohnung, jedoch einige wichtige Unterschiede:

· Dir gehört nur ein gewisser Anteil (z.B. 10 %) der Immobilie (ebenfalls Eintragung ins Grundbuch)

· Hohe Steuervorteile möglich

· Kein Aufwand bei der Vermietung


3. Offener Immobilienfonds

Du investierst in einen Pool von vielen Immobilien und kannst so an der Wertentwicklung teilhaben.


4. Geschlossener Immobilienfonds

Das sind komplexe Vehikel, um einzelne Projekte zu finanzieren. Achtung: Nachschusspflicht möglich – daher nicht zu empfehlen.


5. Immobilienaktien

Du kaufst Dir Anteile an Firmen, die Immobilien vermieten. Achtung: Hohe Schwankung möglich.


Generell lässt sich zusammenfassen, dass Immobilien eine tolle Möglichkeit sind, sein Vermögen weiter zu diversifizieren. Gerade in Krisenzeiten sind Immobilien eine stabile Wertanlage und generieren ein zusätzliches Einkommen.

Jedoch gilt es festzuhalten, dass es innerhalb dieser Anlageklasse große Unterschiede gibt. So spielt es beispielsweise eine Rolle, um welche Veranlagung es sich handelt, wo sich die Immobilie befindet und einige weitere wichtige Faktoren, die wohl in diesem Beitrag den Rahmen sprengen würden.


Die Investitionsmöglichkeit gelingt bereits mit geringem Kapitaleinsatz und bietet unzählige Möglichkeiten. Bei Fragen oder näherem Interesse zu diesem Thema melde Dich einfach bei uns.


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