• Christoph Stelzer

Österreicher wollen künftig weniger traditionell sparen

Die Österreicher wollen künftig etwas weniger sparen. Stattdessen wollen sie höhere Kreditsummen aufnehmen.



Die Österreicher wollen laut einer Umfrage der Erste Group im Jahr 2021 etwas weniger Geld ansparen. Im Gegenzug dazu planen sie jedoch, deutlich höhere Kreditsummen aufzunehmen. Wohnbaufinanzierungen sind nach wie vor stark gefragt. Dies betrifft sowohl Neubauten und gekaufte Objekte als auch Renovierungen, Aus- und Umbauten.

Im Auftrag der Erste-Bank wurden von Integral 1.000 Personen Ende 2020 telefonisch und online nach ihren geplanten Spar- und Anlageformen sowie ihrem Finanzierungsbedarf gefragt.


28 Prozent wollen größere Anschaffungen tätigen

Laut der Umfrage planen 28 Prozent der Befragtenin den kommenden zwölf Monaten eine größere Anschaffung zu tätigen. Im Vergleich mit derselben Umfrage aus dem Vorjahr ist das ein Minus von 10 Prozentpunkten. Davon wiederum wollen rund ein Fünftel (21 Prozent) für die Anschaffung einen Kredit aufnehmen.


Der durchschnittliche Finanzierungsbedarf liegt dabei deutlich höher als noch im Vorjahr. So steigt die im Schnitt geplante Kreditsumme von 79.400 Euro auf 103.500 Euro, das entspricht einem Plus von rund 40 Prozent.


Traditionelles Sparen verliert an Bedeutung

Traditionelles Sparen verliert dagegen für die Befragten an Bedeutung. Die durchschnittliche Sparsumme für einen Zeithorizont von 12 Monaten fällt leicht von 6.000 Euro auf 5.800 Euro zurück.

Vor allem die generelle Zustimmung der Befragten zu traditionellen Sparformen wie Bausparen (minus 6 Prozentpunkte), Lebensversicherung (minus 5 Prozentpunkte) und dem Sparbuch (minus 11 Prozentpunkte) nimmt ab. Dafür will laut der Umfrage mehr als ein Viertel (28 Prozent) Geld in Wertpapiere und in die direkte Wirtschaft stecken.


Österreicher rechnen mit Erholung der Wirtschaft

Was die Erholung der heimischen Wirtschaft betrifft, sind die Österreicher realistisch. So rechnen die Befragten zu knapp zwei Drittel (60 Prozent) damit, dass sich die Wirtschaft erst wieder im Jahr 2022 wieder erholt.

Wir erwarten, dass die Wirtschaft zwar bereits im Sommer 2021 in einen stabilen Erholungspfad eintritt, aber es wird noch dauern wird, bis das nominelle BIP ein Vorkrisenniveau erreichen kann. Das sehen wir auch frühestens ab 2022.


Wahl der Sparform gewinnt an Bedeutung

Bei der Betrachtung dieser Trends zeigt sich erneut, wie wichtig die Wahl der passenden Sparform künftig ist. Wertpapiere bieten sowohl Chancen als auch Risiken, die es abzuwägen gilt. Die richtige Sparform ist keinesfalls universell, sondern immer in Abhängigkeit der aktuellen und höchst-individuellen Lebenssituation (Alter, Beruf, Familienstand, Lebensplanung, Vorhaben) zu wählen. Wir unterstützen unsere Kunden dabei täglich.


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